Geleitwort für den Januar

Liebe Gemeindeglieder und Gäste, liebe Schwestern und Brüder,
der Januar öffnet das neue Jahr. Er liegt noch im Licht von Weihnachten und zugleich schon im Alltag, der uns wieder einholt. Dazwischen beginnt unser Weg: mit Hoffnungen, mit Fragen, mit Erwartungen und vielleicht auch mit Unsicherheiten. Doch eines dürfen wir mitnehmen aus den Weihnachten: Gott ist gekommen, und er bleibt bei uns.

Das neue Jahr steht unter einem Zeichen, das uns seit Weihnachten begleitet: dem Licht. Die Weihnachtsgeschichte endet nicht an der Krippe, sondern führt uns hinaus in die Welt. Die Weisen aus dem Morgenland folgen einem Stern. Er gibt Orientierung, er zeigt Richtung, er bleibt sichtbar, auch wenn der Weg lang ist. So wird der Stern zum Bild für Gottes Begleitung in unserem Leben.
In diesen Tagen ziehen die Sternsinger von Haus zu Haus. Sie bringen den Segen für das neue Jahr und erinnern uns daran, dass Gottes Nähe nicht abstrakt bleibt. Sie kommen zu uns an die Türen. Der Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ spricht davon, dass Gott mitten im Alltag wohnen will. Nicht nur an Festtagen, sondern an jedem neuen Morgen.
Der Januar ist ein Monat des Neubeginns. Wir blicken nach vorne, fassen Vorsätze, wünschen uns Frieden, Gesundheit und Zuversicht. Gleichzeitig wissen wir: Nicht alles liegt in unserer Hand. Umso wichtiger ist die Hoffnung, die uns trägt. Diese Hoffnung gründet nicht auf Perfektion, sondern auf Vertrauen.
Gott geht mit. Er kennt unsere Wege, auch die ungewissen. So lädt uns dieser Monat ein, das neue Jahr bewusst unter Gottes Segen zu stellen. Vielleicht mit einem stillen Gebet. Vielleicht mit dem Mut, neu anzufangen. Vielleicht mit der Bereitschaft, selbst ein kleines Licht zu sein für andere, für unsere Gemeinschaft, für diese Welt. Hoffnung wächst dort, wo Menschen einander sehen, hören und stärken.
Unsere Gemeinden bleiben auch im neuen Jahr Orte des Glaubens, der Begegnung und der Hoffnung. Gemeinsam wollen wir unterwegs sein, getragen von Gottes Zusage, dass er uns nicht verlässt.
Ein gesegnetes, hoffnungsvolles neues Jahr!

Wir freuen uns auf Weihnachten

Die Christbäume in der Kirche sind geschmückt, die Vorbereitungen abgeschlossen – wir freuen uns auf Euch und Sie zu den Weihnachtsgottesdiensten:

Am 24.12. um 16 Uhr unsere Christmette zur frühen Stunde.

Am 25. und 26.12. feiern wir um 11 Uhr den ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag.

Chor und Nikolaus

Der Nikolaus war bei uns im Gottesdienst – mit einem Geschenk für alle Kinder. „Teufel dürfen nicht in die Kirche“, sagte er mit Blick auf die tschechische Tradition, dass der Nikolaus in Begleitung von Engel und Teufel auftritt. „Und Engel seid ja sicherlich Ihr alle“, rief er mit Blick in die Runde der Kinder.

Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Chor der studentischen Gemeinde Wiens gestaltet, der in Prag zu Gast war. Herzlichen Dank dafür!

Adventsmarkt in der Bayerischen Repräsentanz

Herzliche Einladung zum Adventsmarkt mit Krippenausstellung in der Bayerischen Repräsentanz dieses Wochenende vom 5.-7. Dezember. Kulinarische Köstlichkeiten, Kinderprogramm und Führungen durch die Repräsentanz sorgen für ein gemütliches Ambiente mitten im Herzen Prags.

Musica Loci bei uns zu Gast am Samstag, 6.12.

Am Samstag, 6.12.2025 um 14 Uhr findet in unserer Kirche St. Johannes Nepomuk ein Adventskonzert statt. Veranstalter ist Musica Loci, die Musik mit der Atmosphäre besonderer Kirche verbinden. Sie organisieren Konzerte klassischer Musik in Kombination mit Führungen und Vorträgen (www.musicaloci.cz/).

Herzliche Einladung dazu!

Der Advent ist da!

Mit unserem traditionellen Adventsmarkt haben wir die Vorweihnachtszeit eingeläutet: Stimmungsvoll war es, mit vielen begeisterten Besuchern und sehr netten Gesprächen. Vor der Kirche gab es Glühwein, Waffeln, Bratwürstchen und für die Kinder ein offenes Feuer, um Marshmallows zu braten. Und in der Kirche ein tolles musikalisches Programm: Der deutschsprachige Kindergarten Kids Company trat auf, der internationale Frauenchor Viva Voce, das Blasorchester Basfifa, der Martins-Chor Prag sowie die Solisten Martin Vydra, Anna Poulová und Lukáš Dvořák.

Auch das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Mehr als 40.000 Kronen an Spenden kamen zusammen. Ein Dank allen Helfern, Mitwirkenden und der Familie Schweinhuber für Organisation und Tatkraft!

Am 1. Adventssonntag haben wir in der Kirche die Adventskränze gesegnet. Ein stimmungsvoller Auftakt in die Adventszeit!

Mehr Fotos unseres Adventsmarkts gibt es unter der neuen Rubrik Bildergalerien

Geistliches Geleitwort zum Dezember

Liebe Gemeindeglieder, Gäste, liebe Schwestern und Brüder,

der Dezember lädt uns ein, das Herz zu öffnen für das Licht, das Gott in unsere Welt sendet. Der Advent ist die Zeit des Wartens, der Erwartung und der Hoffnung. Wir richten den Blick auf das Kommen Christi, das damals in Bethlehem geschah und zugleich immer wieder neu geschieht, dort, wo Menschen sich von Gottes Liebe berühren lassen.

„Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht“ (Jesaja 9,1). Diese Worte begleiten uns durch die Wochen des Advents. Sie sprechen von Trost und Zuversicht in einer Zeit, die von Dunkelheit, Unsicherheit und Unruhe geprägt ist. Gottes Licht erhellt unsere Wege. Nicht immer grell, oft leise, manchmal nur wie eine Flamme im Wind, und doch zuverlässig, wärmend und tröstend.

Die Adventszeit will uns neu bewusst machen, dass Gott anders kommt, als wir es erwarten. Nicht mit Macht und Glanz, sondern in der Stille, in der Schwachheit eines Kindes, inmitten einfacher Menschen. Dort, wo Liebe geteilt wird, wo Menschen einander beistehen, wo Trost und Hoffnung wachsen: dort wird Weihnachten.

Das Kind in der Krippe erinnert uns daran, dass Gott mitten unter uns ist: nicht fern, sondern ganz nah. Er teilt unsere Wege, unsere Sorgen, unsere Freude. In seiner Nähe dürfen wir aufatmen und Frieden finden. Dieser Friede Christi ist nicht die Abwesenheit von Konflikt, sondern die Gegenwart Gottes.

Darum wollen wir uns in diesem Monat Zeit nehmen: für Stille, für Begegnung, für Dankbarkeit. Vielleicht entdecken wir in einem Wort, in einem Lied, in einer Geste der Zuwendung die leise Gegenwart Gottes. Er kommt immer wieder, auch heute, auch zu uns.

Unsere Gemeinden sind Orte des Miteinanders, des Gebets und des Trostes. Wir laden Sie ein, die Advents- und Weihnachtszeit gemeinsam zu erleben: im Hören auf Gottes Wort, im Feiern seiner Gegenwart und im Vertrauen, dass sein Licht auch das kommende Jahr begleiten wird.

Gesegnete Advents- und Weihnachtstage, erfüllt von Frieden, Licht und der Gewissheit, dass Gott mitten unter uns wohnt.

Ihr Pfarrer Lothar Vierhock

Der Hl. Johannes Nepomuk an ungewohnter Stelle

Seit Anfang August ist unsere Statue des Hl. Johannes Nepomuk in der Ausstellung „Moldau – berühmt und schiffbar“ zu sehen.

Die Ausstellung „Die berühmte und schiffbare Moldau“ ist das Hauptprojekt des gleichnamigen Vorhabens, das 2025 vom Nationalen Kulturerbeinstitut gemeinsam mit Partnern anlässlich des 150. Jahrestages der Uraufführung von Bedřich Smetanas sinfonischer Dichtung „Die Moldau“ organisiert wird. Bis zum 4. Januar 2026 kann unser Hl. Johannes Nepomuk noch bei seinem Ausflug in andere Gefilde besichtigt werden.

https://vltava2025.cz/vystava

Wir stellten uns natürlich die Frage, was machen wir mit der Lücke die am angestammten Platz am Hochaltar entstanden ist. Recht schnell hatten wir uns darauf verständigt, unsere Künstlerin Sylva Pauli um Rat zu fragen und zu bitten, ob Sie hatte eine wunderbare Idee. Aber lesen Sie selbst, was die Künstlerin dazu sagt. Auch die Bilder der Installation möchten wir Ihnen nicht vorenthalten.

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Sehr geehrter Pater Lothar,liebe Schwestern und Brüder,unsere Kirche Sankt Johannes Nepomuk am Felsen hat lange 200 Jahre auf ihrem Hochaltar die Holzstatue von Johannes Nepomuk aufbewahrt. Der barocke Bildhauer und Holzschnitzer JanBROKOFF inspirierte sich 1682 an einer kleinen Statue des Wiener Bildhauers Matthias RAUCHMILLER (diese kleine war die erste), und schnitzte mit einem Gefühl für das Detail eine neue Statue des Bittstellers Johannes Nepomuk in Lebensgröße. Nach dieser Brokoff Statue wurde nicht nur die Statue für die Karlsbrücke in Bronze gegossen, sondern sie ist zu einem IkonografischenTypus des Sankt Johannes Nepomukt´s geworden. Johannes Nepomuk gehörte in der österreichischen Monarchie zu den bedeutendsten Heiligen und später hat sich dieser Bittsteller alsBeschützer an den Brücken und Kreuzungen der Wege in die ganze Welt verbreitet.

Am 5.August dieses Jahres um 10:00 vormittags war es so weit, dass diese Statue für ein ganzes Jahr unseren Hochalter verlassen hat. Sie wird restauriert und dann Bestandteil einer Ausstellung über die Moldau werden.

An dieser Stelle möchte ich mich bei Pater Lothar, Thomas SCHWEINHUBER und Reinhard KAISER und vor allem bei der ganzen Deutschsprachigen Katholischen Pfarrei Prag für ihr Vertrauen bedanken, dass ich diesen einmaligen Raum mit einer Installation als Erinnerung an St. Johannes Nepomuk (SJN) wieder ergänzen durfte. Meine Installation deutet in der Mitte an der vertikalen Achse eine Brücke mit drei Bögen aus Spiegeln an. Das ist die Brücke für SJN. Sie spiegelt die Dualität seiner Welt und Seele. Sie spiegeltrechte und linke Seite, die in sieben Ebenen also Etapen seines Leben hinaufsteigen. Je mehr leeres Weiß, desto näher war er dem Himmel. Beide Seiten erzählen über das Böse und das Gute, über das Ewige und über das Scheinbare. Die abstrakten Bilder ermöglichen uns das Unbrennbares zu äußern.

Johánek z Pomuku wurde irgendwann zwischen 1340 und 1350 geboren und sein Märtyrertot ist mit dem Jahr 1393 verbunden. Die interessante Frage ist, wer diese mutige Persönlichkeit war, woran er glaubte und wie seine damalige Welt war. Jan sprach tschechisch und deutsch. Er war ein fleißiger Student und sein Studium in Böhmen schloss er an der Prager Universität ab. Damals beherrschte er schon Lateinisch. Johannes Nepomuk begann zwischen 20 oder 30 als ein öffentlicher Notar tätig zusein und seine Kariere beendete er als der Vikar des Prager Erzbistums.In den Jahren 1383 bis 1387 studierte er zwischen 33 oder 43 in Padova kirchliches Recht. Er sprach bestimmt auch italienisch. In Norditalien wurde er mit der Protorenaissance sog. Trecento konfrontiert. Diese war zum Unterschied des restlichen Europas eine neue kulturelle Strömung mit einem völlig neuen Lebensstyl und Weltanschauung. Das musste für Johannes Nepomuk ein großes Ereignis in seinem Leben sein. Plötzlich geriet das Leben des Einzelnen im Diesseits mit seinen irdischen Angelegenheiten in dem Mittelpunkt. Man glaubte an sich selbst und eine gute von der Antike beeinflusste Ausbildung gehörte dazu. Er ist ein Renaissance Mensch geworden.

Er las viel und lateinisch. Meiner Meinung nach fühlte er sich im Netz von lateinischen Zitaten richtig wohl. Da war auch seine tiefe Überzeugung an die Gerechtigkeit und das göttliche Gute. Für die Installation habe ich einige lateinische Zitate ausgesucht, die schon zur Zeit von SJN Tausend bis zwei Tausend Jahre alt waren und bildeten bestimmt einen fixen Bestandteil seines Denkens. Ich lese sie auf Lateinisch und Deutsch von unten hinauf vor.

ANIMUM DEBES MUTARE, NON CAELUMSeneca jun. Du muss deine Einstellung ändern, nicht den Himmel

ORA ET LABORA Bete und arbeite Sv.Benedikt aus Nursie

VIS MAIOR Höhere Gewalt

GUTTA CAVAT LAPIDEM Ein Tropfen höhlt den Stein Ovidius

PACTA SUNT SERVANDA Verträge sind einzuhalten

LIBERTAS INAESTIMABILIS RES EST Die Freiheit ist eine unschätzbare Sache

AD REM Zur Sache

MODUS VIVENDI Art zu leben / Provisorische Lösung

DURA LEX, SED LEX Das Gesetz ist hart, aber es ist das Gesetz

AUREA MEDIOCRITAS Goldener Mittelweg

NOMEN OMEN Der Name ist ein Zeichen

TABULA RASA Reiner Tisch

TERRA INCOGNITA Unbekanntes Land

NON OMNIS MORIAR Obwohl ich sterbe, werde ich nicht sterben

Das wurde Johannes Nepomuk tatsächlich erfüllt. Wenn Sie von der Installation von links nach rechts und umgekehrt gehen, wird sich in dem Spiegeln auch unsere Kirche spiegeln, das heißt, Sankt Johannes Nepomuk ist auch heute wie vor 632 Jahren unter uns für Sie da.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.

Sylva Pauli

Kardinal Dominik Duka gestorben

Kardinal Dominik Duka, emeritierter Erzbischof von Prag, ist heimgegangen. Requiescat in pace!

Der verstorbenen Kardinal erhob im Dezember 2016 unsere Deutschsprachigen Katholischen Gemeinde Prag zur Pfarrei innerhalb der Erzdiözese Prag.

Adventsmarkt und Konzerte / Adventní trh a koncerty

Wir laden Sie alle ganz herzlich zu unseren traditionellen Adventsmarkt und verschiedenen Konzerte in und um unsere Kirche St. Johannes Nepomuk am Felsen ein.

Wann?
Samstag, 29.11.2025 von 15:00 bis 20:00 Uhr

Genießen Sie die vorweihnachtliche Atmosphäre und die von uns angebotenen Schmankerl und Köstlichkeiten.

Programm:

15:30 Kinderchor der Kids Company Prag
16:30 Int. Frauenchor Viva Voce
17:30 Blasorchester Basfifa
18:30 Die schönsten Lieder zum Advent
(Martin Vydra – Bariton, Anna Poulová – Geige, Lukáš Dvořák – Orgel)
19:30 Weihnachtslieder mit dem Martins-Chor Prag

Glühwein & bayerische Rostbratwürste
Weihnachtswaffeln
Stimmungsvoller Christbaumverkauf

Wir freuen und auf Ihren Besuch!

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Srdečně vás všechny zveme na náš tradiční adventní trh a různé koncerty v kostele sv. Jana Nepomuckého na Skále a jeho okolí.

Kdy?
Sobota, 29. 11. 2025 od 15:00 do 20:00 hodin

Užijte si předvánoční atmosféru a pochutnejte si na našich specialitách a lahůdkách.

Program:

15:30 Dětský sbor Kids Company Praha
16:30 Mezinárodní ženský sbor Viva Voce
17:30 Dechový orchestr Basfifa
18:30 Nejkrásnější písně do adventu
(Martin Vydra – baryton, Anna Poulová – housle, Lukáš Dvořák – varhany)
19:30 Vánoční koledy s Martinovým sborem Praha

Svařák a bavorské grilované lahůdkové klobásky
Vánoční vafle
Prodej stromků v kouzelné vánoční atmosféře

Těšíme se na vaši návštěvu!


Kalender

  • So.
    19
    Apr.
    2026

    Katechese der Erstkommunionkinder

    10:00Kath. Gemeinderaum, Vyšehradská 20
  • So.
    19
    Apr.
    2026

    Heilige Messe am 3. Sonntag der Osterzeit

    11:00St. Johannes Nepomuk am Felsen
  • Mo.
    20
    Apr.
    2026

    Konzert des Prager Gemischen Chors

    19:30St. Johannes Nepomuk am Felsen
  • Di.
    21
    Apr.
    2026

    Ökum. Seniorinnen- und Seniorenkreis

    15:00Kath. Gemeinderaum, Vyšehradská 20
  • Di.
    21
    Apr.
    2026

    Schriftkreis in hybrider Form

    19:00Präsenz/online
  • Sa.
    25
    Apr.
    2026

    Ökumenisches Familienfest

    15:00Ev. Gemeindezentrum, Smíchov
  • So.
    26
    Apr.
    2026

    Heilige Messe am 4. Sonntag der Osterzeit

    11:00St. Johannes Nepomuk am Felsen

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