Gedenken an die Verstorbenen

Volkstrauertag_2017

Wie in Deutschland begingen auch wir am 19.11. den Volkstrauertag, welcher zu den sogenannten „Stillen Tagen“ gehört. Er wird seit 1952 zwei Sonntage vor dem ersten Adventssonntag begangen und erinnert an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltbereitschaft und Gewaltherrschaft aller Nationen. Im Sonntagsgottesdienst nützten wir die Gelegenheit, aller Verstorbenen zu gedenken und an Stelle der Fürbitten einzelne Kerzen zu entzünden: 1) für alle Menschen, die der Tod aus unserem persönlichen Leben gerissen hat, 2) für alle Todesfälle, die unter tragischen oder unerwarteten Umständen geschahen, 3) für alle verstorbenen Kinder, auch für jene, deren Leben vor ihrer Geburt beendet wurde, 4) für alle Opfer von Krieg, Terror, Hunger, Naturkatastrophen, Unfällen und für alle Opfer im Dienst am Guten, 5) für alle Verstorbenen, derer sich niemand mehr erinnert und 6) im Gedenken an die eigene Todesstunde, von der niemand weiß, wann sie sein wird. Besonders beteten wir im Gottesdienst auch für Frau Gertrude Zyková, die zur Gruppe der heimatverbliebenen Deutschen in der Tschechischen Republik gehörte und immer wieder gerne in unsere Kirche kam. Sie verstarb am 28. Oktober 2017 im Alter von 93 Jahren. R.I.P.

Stadtspaziergang auf dem Vyšehrad

Stadtspaziergang_01

In diesem Arbeitsjahr gibt es in unserer Pfarrei die  Veranstaltungsreihe „Stadtspaziergang“. Dabei werden bekannte und weniger bekannte Sehenswürdigkeiten in Prag besucht. Die Stadtspaziergänge finden immer an einem Vormittag um 10.00 Uhr jeweils gegen Ende des Monats statt. Nachdem wir Ende September den Prager Stadtteil Vinohrady näher unter die Lupe nahmen und uns dort vor allem drei Kirchen ansahen, u.a. die wenig bekannte Kirche der Böhmischen Brüder, bewanderten wir am 30. Oktober den Prager Vyšehrad. Dabei haben wir durch die Führung von Frau Dr. Yasmine Wessely großartige Einblicke in die jahrhundertealte Geschichte dieses wichtigen Burghügels bekommen, der mit so vielen Mythen, aber auch mit hochinteressanten geistlichen Traditionen beladen ist. Wer weiß beispielsweise, dass es am Vyšehrad eine St. Laurenz-Basilika gibt, und wer weiß, dass sich vor tausend Jahren an jener Stelle eine  prächtige byzantinische Basilika erhob, die erst vor wenigen Jahren erforscht wurde? Kurz und gut – es lohnt sich, an den Stadtspaziergängen teilzunehmen. Nächster Termin: 28.11., 10.00 Uhr, Führung durch die Ausstellung über Erzherzog Ferdinand II. in der Valdštejnská jízdárna.

Maria, Königin der Christen, bitte für uns!

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Vor kurzem hat in Madrid die Tagung der der deutschsprachigen katholischen Seelsorger aus fast ganz Europa stattgefunden. In der Kirche der deutschsprachigen katholischen Gemeinde von Madrid befindet sich eine schöne Marienstatue aus dem 13. Jahrhundert. Der Madrider Pfarrer Prl. Miguel Palacio bezeichnete sie während der Tagung als einen großen Schatz der Gemeinde. Das kann man in der Tat sagen. Maria ist als Königin auf einem Thron dargestellt. Jetzt im Oktober blicken wir ja besonders auf die Rosenkranzkönigin. In der christlichen Symbolik ist das Thema „König-Königin“ immer verbunden mit dem Gedanken, dass Gott einem Menschen seine besondere Gnade schenkt und ihn am Königsamt seines Sohnes Jesus Christus teilhaben lässt. Jeder getaufte Christ hat Anteil am Königsein Jesu. Die biblischen Bilder vom König und vom guten Hirten sind eng miteinander verbunden. Königsein ist in diesem Zusammenhang nicht in erster Linie eine Ehre, sondern eine Verpflichtung: nämlich zur Sorge, zum Dienst, zum Schutz und zum Einsatz für den Frieden. An Maria, unserem Vorbild im Glauben, können wir das lernen. Mit ihrer nach oben geöffneten rechten Hand zeigt sie, dass sie alles von Gott empfängt. In ihrer Linken trägt sie Jesus und zeigt ihn uns zugleich. Jesus, das Mensch gewordene Wort Gottes, hat die Bibel in seiner linken Hand. Mit der Rechten segnet er. Die Madrider Marienstatue ist ein schöner Ausdruck dafür, welcher Trost uns durch Jesus und Maria geschenkt ist. Wir sind in all unseren Schwierigkeiten nicht alleine, sondern dürfen stets auf die Hilfe Gottes vertrauen und uns der Hilfe Mariens anvertrauen. Wir dürfen uns von Jesus immer wieder ein tröstendes Wort zusprechen lassen – ein Wort, das uns Ruhe, Geborgenheit, aber auch Mut und Zuversicht schenkt. So sind wir Gesegnete und können selber zum Segen für andere werden.

Tagung der Auslandsseelsorge

Madris_01

Alle eineinhalb Jahre findet ein Treffen der deutschsprachigen Auslandsseelsorger aus Europa statt. Dieses Treffen wird vom Katholischen Auslandssekretariat der Deutschen Bischofskonferenz organisiert. Es nehmen daran die Seelsorgerinnen und Seelsorger aus folgenden deutschsprachigen Gemeinden teil: London, Paris, Brüssel, Den Haag, Barcelona, Madrid, Lissabon-Porto, Rom, Genua, Budapest, Krakau, Auschwitz, Warschau, Moskau und Prag. Vom 16. bis zum 20. Oktober war dieses Treffen in Madrid. Die Teilnehmer wohnten in einem kirchlichen Tagungshaus in El Escorial. Dort fanden zwei intensive Sitzungstage statt. Einerseits ist bei einem solchen Treffen nämlich der Erfahrungsaustausch ganz wichtig. Die einzelnen Seelsorger erzählen aus dem Gemeindeleben und diesbezüglichen aktuellen Vorgängen. So können alle von allen lernen. Msgr. Peter Lang und Herr Gregor Spieß berichteten außerdem aus der Arbeit des Auslandssekretariats. Zum anderen gab es diesmal einen Studientag über das Päpstliche Schreiben „Amoris laetitia“ zu Fragen der Ehe- und Familienpastoral. Dieser Studientag wurde von Dr. Angel aus dem Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz geleitet. Aber natürlich wird bei einem solchen Treffen auch gemeinsam gebetet, Gottesdienst gefeiert – und nicht zuletzt stand auch Sightseeing auf dem Programm. Zum Abschluss gab es auch eine Begegnung mit der Deutschsprachigen Gemeinde von Madrid. Übrigens: Die nächste derartige Tagung soll im März 2019 in Prag (!) stattfinden.

Wir gratulieren herzlich!

25 Jahre Landesversammlung

Die Landesversammlung der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien ist eine von zwei Vertretungsorganisationen der deutschen Minderheit in der Tschechischen Republik. In diesem Herbst feiert sie ihren 25. Geburtstag. Wir als Deutschsprachige Katholische Pfarrei Prag gratulieren zu diesem Jubiläum herzlich und wünschen weiterhin Schaffenskraft, Mut und Zusammenhalt. Bei einem Festakt in Reichenberg/Liberec wurde das Jubiläum am 14. Oktober gebührend gefeiert. Dabei gab es neben Ansprachen auch ein buntes volkstümliches Musikprogramm. Die Landesversammlung setzte damit ein kräftiges Lebenszeichen für den Fortbestand deutscher Kultur in in Tschechien. Als unsere Gemeinde letztes Jahr zur Pfarrei erhoben wurde, sagte Kardinal Duka: „Deutsch ist in Prag keine Fremdsprache“. Das möge für alle, denen die deutsche Sprache und Kultur in diesem Land ein Anliegen ist, weiterhin ein starker Impuls sein (am Bild als 3. von links der Präsident der Landesversammlung Mgr. Martin Dzingel – Foto: Simon Römer, Landesversammlung).

Msgr. Otte: Goldenes Priesterjubiläum

Otte_Jubiläum

In unserer Pfarrei haben wir am Sonntag, 8. Oktober, das Goldene Priesterjubiläum von Msgr. Anton Otte nachgefeiert. Der eigentliche Festtag war ja bereits am 29. Juni. Der Jubilar hat von seinen fünfzig Priesterjahren mehr als die Hälfte, nämlich 26, in Prag verbracht. Er war in all den Jahren der Repräsentant der Ackermann-Gemeinde in der Tschechischen Republik und zunächst der Erste, der Anfang der 90er-Jahre von der Deutschen Bischofskonferenz zum Seelsorger der deutschsprachigen Gemeinde bestellt wurde. Auch wenn er diese Aufgabe später in andere Hände legte, blieb er doch in der Gemeinde präsent und war bzw. ist weiterhin ein geschätzter Ansprechpartner. Msgr. Otte hat die deutsch-tschechischen Beziehungen mit seiner Persönlichkeit geprägt wie nur wenige andere. Vielleicht lag dies auch daran, dass er sich in diese Beziehungen gerade mit seinem seelsorglichen Charisma besonders gut und unverwechselbar einbrachte. Wir haben ihm als Pfarrei viel zu verdanken. Ein kleines Zeichen der Dankbarkeit war unsere Feier an diesem Oktobersonntag und wir freuen uns, dass wirklich viele unserer Einladung gefolgt ist. Dankbar sind wir auch dem Chor „The Voices“ aus dem österreichischen Mühlviertel, der die Feier einfühlsam mitgestaltete. Weitere Fotos von dieser Feier auf unserer Facebook-Seite.
Die österreichische Presseagentur Kathpress hat einen kleinen Bericht über unsere Feier gebracht: hier abrufbar.

Erntedank

Erntedank_2017

Am Sonntag, 1. Oktober, feierten wir wie in vielen Gemeinden Deutschlands und Österreichs, so auch in Prag Erntedank. Der Konzertchor Concordia aus Hürth beleitete die Feier. Mit dabei war auch wieder unsere Erntekrone – wahrscheinlich die einzige in Prag, den dieser Brauch ist hier nicht verbreitet.
Das Tagesgebet zum Erntedankfest lautet:
Gott, unser Vater,
du sorgst für deine Geschöpfe.
Du hast dem Menschen die Erde anvertraut.
Wir danken dir für die Ernte dieses Jahres.
Nähre damit unser irdisches Leben
und gib uns immer das tägliche Brot,
damit wir dich für deine Güte preisen.
und mit deinen Gaben den Notleidenden helfen können.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

Netter Besuch

SrEdith_Bocek

Am Tag des hl. Wenzel kamen zwei frühere Gemeindemitglieder in unsere Kirche. Sr. Edith Breindl (am Bild links) arbeitete mehrere Jahre als Gemeindereferentin bei uns. Sie lebt jetzt in ihrer Heimatstadt Brünn und ist dort eine Stütze der deutschsprachigen Minderheit. Frau Boček war zwölf Jahre lang in Prag. Sie ist evangelische Christin, war aber dennoch in unserer katholischen Gemeinde stark engagiert. Jetzt lebt sie in ihrer norwegischen Heimat. Beide Frauen freuten sich sehr, wieder einmal in St. Johannes Nepomuk am Felsen zu sein. Sie nahmen aufmerksam wahr, was sich verändert hat, und erzählten von den erlebnisreichen früheren Zeiten. Und: Sie freuten sich, dass es mit der Gemeinde gut weitergeht.

Gastpfarrer und Besuchergruppen

Gastpfarrer

Beim Prager Oktoberfest hatte die Bayerische Staatsministerin Emilia Müller noch die Begegnung zwischen Deutschland und Tschechien hervorgehoben und tags darauf durften wir das im Sonntagsgottesdienst wieder selbst erfahren und gestalten. Neben Gastpfarrer Ralf Bertels aus Dresden, der zusammen mit Pater Martin Leitgöb den Gottesdienst abhielt, hatten sich auch noch zwei Gruppen, nämlich aus Karlsruhe und Oranienburg, bei uns eingefunden und mit uns die Heilige Messe gefeiert. Der schon traditionelle Austausch nach dem Gottesdienst im Kirchengarten hat dann wieder einmal dazu beigetragen, dass Gäste und Einheimische mehr von einander erfuhren. Herzlichen Dank und Vergelt’s Gott für’s Kommen.

Beim Prager Oktoberfest

Oktoberfest_2017

Am 23. September lud die Bayerische Repräsentanz in Prag zusammen mit der Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer zum Oktoberfest ins Kloster Břevnov ein. Vor dem Bieranstich gab es einen Oktoberfestempfang mit Frau Emilia Müller, der Bayerischen Staatsministerin für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, zu dem auch Vertreter unserer Pfarrei eingeladen waren. In ihrer Ansprache hob die Ministerin besonders die Bayerisch-Böhmische und Deutsch-Tschechische Zusammenarbeit hervor, welche ganz besonders in den Grenzregionen sehr wichtig ist. Eine tausendjährige Nachbarschaft wächst in einem vereinten Europa wieder zusammen, zu der beide Seiten einen erheblichen Beitrag leisten, sodass sich viele eine Grenze innerhalb Europa nicht mehr vorstellen können. Auch wir als Deutschsprachige Katholische Pfarrei leisten unseren Beitrag dazu und sind stolz darauf, dass uns immer wieder Gruppen aus verschiedenen Regionen besuchen und am Gottesdienst teilnehmen. (Bild: Thomas Schweinhuber und P. Martin vertraten unsere Pfarrei).

Kalender

  • Mi
    22
    Nov
    2017

    Krabbelgruppe

    09:45Gemeinderaum (Vyšehradská 41)
  • Mi
    22
    Nov
    2017

    Ökumenischer Gesprächskreis

    18:00Evangelischer Gemeinderaum (Na Doubkové 8)
  • Fr
    24
    Nov
    2017

    Erstes Treffen mit den Firmlingen

    17:00Gemeinderaum (Vyšehradská 41)
  • So
    26
    Nov
    2017

    Sonntagsgottesdienst am Christkönigssonntag

    11:00Sankt Johannes Nepomuk am Felsen
  • So
    26
    Nov
    2017

    Gemütliches Beisammensein anl. des 70. Geburtstages von Leandra Irnstetter

    nach dem GottesdienstGemeinderaum (Vyšehradská 41)

Der virtuelle Klingelbeutel