Der Weg Europas ist der Mensch

SAG Gottesdienst_2018

Beim tschechisch-deutschen Gottesdienst anlässlich der Jahrestagung von Sdružení Ackermann-Gemeinde am 10.02.2018 erinnerte P. Martin Leitgöb an eine bekannte Aussage von Papst Johannes Paul II.: „Der Weg der Kirche ist der Mensch“ und übertrug dies: „Der Weg Europas ist der Mensch“. Hier die ganze Predigt zum Nachlesen. Der Gottesdienst führte viele Teilnehmer der Tagung in unsere Kirche, unter ihnen auch den Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Christoph Israng. Um den Altar herum standen sieben Priester und ein Diakon als Konzelebranten. Die Tagung selbst stand unter dem Thema: „Politische (Un-)Ruhe in Europa“. Hauptreferent war der ehemalige Präsident des Deutschen Bundestages, Professor Norbert Lammert. In seinem Europa-Plädoyer sagte er unter anderem: „Die Europäische Union ist eine intelligente Antwort auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts“. Besonders angesichts einer immer stärker globalisierten und digitalisierten Welt und angesichts des Wachstums der Weltbevölkerung sei es den einzelnen europäischen Nationalstaaten weitgehend nur mehr gemeinsam möglich gestalterisch auf die Vorgänge Einfluss zu nehmen. Dies bedinge dann aber auch ein Abgehen vom klassischen Konzept nationalstaatlicher Souveränität. Es gehe heute mehr, so Lammert, um das Teilen von Souveränität. Wichtige Impulse in einer Zeit, da ein populistischer Nationalismus in Europa sein neues Unwesen treibt.
(Foto: Ackermann-Gemeinde)

Unter einem guten Stern …

Dreikönigsaktion 2018

… stand auch die diesjährige Stersingeraktion unserer Pfarrei. Acht Königliche Hoheiten waren wieder unterwegs – und zwar an insgesamt vier Tagen. Ein Nachmittag war zunächst dem Besuch der Österreichischen und der Deutschen Botschaft gewidmet. An einem anderen Nachmittag ging es zur Hanns-Seidel-Stiftung und auf die Bayerische Repräsentanz. Am Samstag, dem 13. Januar, waren die Sternsinger schließlich „on tour“, das heißt: den ganzen Tag lang besuchten sie Haushalte unserer Pfarrei (Bild). In jeder anderen Pfarrei wäre das ganz einfach – dort zieht man einfach zu Fuß von Haus zu Haus. Bei uns ist es schon etwas schwieriger, da unsere Pfarreimitglieder ja über ganz Prag verteilt wohnen. Es fordert wirklich mühe, macht aber auch viel Freude. So konnten die Sternsinger dann schließlich auch noch den Sonntagsgottesdienst am 14. Januar besuchen und nochmals vielen Menschen ihren besonderen Segen zusprechen. Was sie an Spenden eingenommen haben, kommt dieses Jahr der tschechischen Dreikönigsaktion zugute. Vielen Dank an alle Spenderinnen und Spender! Vielen Dank an alle Gastgeberinnen und Gastgeber! Vielen Dank an alle Eltern der Sternsinger! Vielen Dank schließlich und vor allem den Königlichen Hoheiten selbst! Ihr ward großartig!

Sternsinger der KidsCompany

Sternsingerkids 2018

Seit einigen Jahren wird die Dreikönigsaktion unserer Pfarrei durch kleine Sternsinger des Kindergartens KidsCompany ergänzt und unterstützt. Diesmal waren wir einen Vormittag lang unterwegs und haben insgesamt fünf Institutionen bzw. Firmen besucht, u.a. die Deutsch-tschechische Industrie- und Handelskammer. Es ist wie bei den „großen“ Sternsingern: Überall, wo die kleinen Könige hinkamen, lösten sie Freude aus. Überall war man auch dankbar für die guten Wünsche und den Segen zum Neuen Jahr. Und überall spendete man für den guten Zweck, nämlich die tschechische Dreikönigsaktion. So sind wir allen dankbar, die wir mit den Sternsinger-Kids besuchen durften. Und wir sind der KidsCompany und ihrer Leiterin Marketa Frank dankbar für die erneute Mitwirkung. Mögen die Kinder, welche den Segen zu den Institutionen und Firmen gebracht haben, selbst gesegnet sein.

„Christus segne dieses Haus“

Sternsingersegen

„Alle Jahre wieder kommt das Christuskind auf die Erde nieder, wo wir Menschen sind“, heißt es in einem Lied. Wenn wir Jesus Christus bei uns wissen, dann lässt es sich leichter durch das Neue Jahr kommen. In einer weiteren Strophe des Liedes heißt es: „Kehrt mit seinem Segen ein in jedes Haus, geht auf allen Wegen mit uns ein uns aus“. Jahr für Jahr bringen die Sternsinger als Nachfolger der Heiligen Drei Könige den Segen des Christuskindes in die Häuser. Sie tun dies mit ihrer kindlichen Herzlichkeit, mit ihren Gesängen und Sprüchen und indem sie an die Türen der Häuser die Buchstaben C+M+B samt der Jahreszahl schreiben. Die drei Buchstaben werden gelegentlich als die Namen der Heiligen Drei Könige gedeutet: Caspar, Melchior und Balthasar – doch die Bibel nennt keine Namen, geschweige denn, dass sie auch nicht von Königen spricht, sondern von Weisen aus dem Morgenland. Die drei Buchstaben, welche die Sternsinger an den Türen hinterlassen, stehen dagegen für einen lateinischen Satz: „Christus mansionem benedicat“. Das heißt übersetzt: „Christus segne dieses Haus“. (Bild: Der Segen wird an weißen Türen nicht angeschrieben, denn die weiße Kreide würde man nicht sehen. Es gibt schöne Segensaufkleber. P. Martin hilft einem unserer Sternsinger einen solchen Aufkleber anzubringen.)

Weihnachten leuchtet weiter

Weihnachten 2017

Für viele Menschen weltweit ist Weihnachten mit dem Heiligen Abend vorbei. Dabei hatte es an diesem Abend gerade erst begonnen. Wir Christen feiern Weihnachten mehr als eine Woche in das Neue Jahr hinein, bis zum Fest der Taufe des Herrn – das ist dieses Mal der 7. Januar.  Aber der Glanz von Weihnachten leuchtet selbst dann noch weiter. Nach altem Brauch ist das Fest Mariä Lichtmess am 2. Februar der endgültige Abschluss von Weihnachten. Solange kann man zuhause auch durchaus noch die Krippe stehen lassen. So lange wird die Krippe samt den Weihnachtsbäumen auch in unserer Kirche stehen. Wir werden erinnert: Gott ist als Licht in den Leben gekommen durch das Kind im Stall von Bethlehem. Dieses Wissen möge uns im Jahr 2018 stärken und leiten! Allen Besucherinnen und Besuchern dieser Homepage ein gesegnetes Neues Jahr!

Zeit für heilsame Gegenakzente

Advent_2

Die Sehnsucht nach einer ruhigen und besinnlichen Zeit der Vorbereitung auf das Weihnachtsfest tragen wir alle in uns.
Dieses Jahr ist der Advent sehr kurz. Die Gefahr besteht, dass die Hektik und der Stress damit noch wachsen. Wir wissen, dass uns das nicht guttut. Doch was tun? Welche heilsamen Gegenakzente setzen? Vielleicht sich einmal Zeit nehmen und darüber nachdenken, was denn der Advent eigentlich bedeutet – was er mir bedeutet. Vielleicht sich in die Dankbarkeit einüben – dankbar sein für die kleinen Zeichen, durch welche mir Gott vermittelt, dass er mich liebt. Vielleicht zu sich selber sagen: „Nimm dich nicht so wichtig!“ Oder: „Du brauchst nicht perfekt sein!“ Vielleicht einem Menschen in meiner Nähe Aufmerksamkeit schenken. Vielleicht am Morgen einfach aus dem Fenster schauen und den neuen Tag begrüßen. Und natürlich: das religiöse Leben pflegen. Am Sonntag in die Kirche gehen. Einen Satz aus der Bibel in den Tag mitnehmen. Ab und zu sich mitten im Alltag durch ein kurzes Gebet mit Gott ins Einvernehmen setzen. Von Johann Sebastian Bach stammt die Kantate: „Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit“. Mehr ist über den Advent und die anschließende Weihnachtszeit eigentlich gar nicht zu sagen.

Ökumenischer Adventsmarkt-Stand

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Wie in den letzten Jahren nahm unsere Gemeinde wieder am Adventsmarkt im Prager Palais des Malteserordens statt, der traditionell immer am ersten Adventswochenende stattfindet. Dennoch gab es diesmal eine Premiere: Wir hatten den Stand gemeinsam mit unserer evangelischen Schwestergemeinde. Damit haben wir unsere bewährte ökumenische Zusammenarbeit um einen neuen Akzent erweitert. Gemeinsam geht vieles einfacher, gemeinsam ist es auch schöner! Diese Erfahrung durfte das Organisationsteam machen, welches den Stand konzeptionell und praktisch vorbereitete, aber auch alle, die dann während der Markttage eine Zeit lang am Stand Dienst taten. Die Freude des gemeinsamen Projekts hat dann wohl auch auf die Besucherinnen und Besucher ausgestrahlt. Alle Einnahmen werden dienen den beiden Gemeinden in ihren zahlreichen Aufgaben.

Gedenken an die Verstorbenen

Volkstrauertag_2017

Wie in Deutschland begingen auch wir am 19.11. den Volkstrauertag, welcher zu den sogenannten „Stillen Tagen“ gehört. Er wird seit 1952 zwei Sonntage vor dem ersten Adventssonntag begangen und erinnert an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltbereitschaft und Gewaltherrschaft aller Nationen. Im Sonntagsgottesdienst nützten wir die Gelegenheit, aller Verstorbenen zu gedenken und an Stelle der Fürbitten einzelne Kerzen zu entzünden: 1) für alle Menschen, die der Tod aus unserem persönlichen Leben gerissen hat, 2) für alle Todesfälle, die unter tragischen oder unerwarteten Umständen geschahen, 3) für alle verstorbenen Kinder, auch für jene, deren Leben vor ihrer Geburt beendet wurde, 4) für alle Opfer von Krieg, Terror, Hunger, Naturkatastrophen, Unfällen und für alle Opfer im Dienst am Guten, 5) für alle Verstorbenen, derer sich niemand mehr erinnert und 6) im Gedenken an die eigene Todesstunde, von der niemand weiß, wann sie sein wird. Besonders beteten wir im Gottesdienst auch für Frau Gertrude Zyková, die zur Gruppe der heimatverbliebenen Deutschen in der Tschechischen Republik gehörte und immer wieder gerne in unsere Kirche kam. Sie verstarb am 28. Oktober 2017 im Alter von 93 Jahren. R.I.P.

Stadtspaziergang auf dem Vyšehrad

Stadtspaziergang_01

In diesem Arbeitsjahr gibt es in unserer Pfarrei die  Veranstaltungsreihe „Stadtspaziergang“. Dabei werden bekannte und weniger bekannte Sehenswürdigkeiten in Prag besucht. Die Stadtspaziergänge finden immer an einem Vormittag um 10.00 Uhr jeweils gegen Ende des Monats statt. Nachdem wir Ende September den Prager Stadtteil Vinohrady näher unter die Lupe nahmen und uns dort vor allem drei Kirchen ansahen, u.a. die wenig bekannte Kirche der Böhmischen Brüder, bewanderten wir am 30. Oktober den Prager Vyšehrad. Dabei haben wir durch die Führung von Frau Dr. Yasmine Wessely großartige Einblicke in die jahrhundertealte Geschichte dieses wichtigen Burghügels bekommen, der mit so vielen Mythen, aber auch mit hochinteressanten geistlichen Traditionen beladen ist. Wer weiß beispielsweise, dass es am Vyšehrad eine St. Laurenz-Basilika gibt, und wer weiß, dass sich vor tausend Jahren an jener Stelle eine  prächtige byzantinische Basilika erhob, die erst vor wenigen Jahren erforscht wurde? Kurz und gut – es lohnt sich, an den Stadtspaziergängen teilzunehmen. Nächster Termin: 28.11., 10.00 Uhr, Führung durch die Ausstellung über Erzherzog Ferdinand II. in der Valdštejnská jízdárna.

Maria, Königin der Christen, bitte für uns!

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Vor kurzem hat in Madrid die Tagung der der deutschsprachigen katholischen Seelsorger aus fast ganz Europa stattgefunden. In der Kirche der deutschsprachigen katholischen Gemeinde von Madrid befindet sich eine schöne Marienstatue aus dem 13. Jahrhundert. Der Madrider Pfarrer Prl. Miguel Palacio bezeichnete sie während der Tagung als einen großen Schatz der Gemeinde. Das kann man in der Tat sagen. Maria ist als Königin auf einem Thron dargestellt. Jetzt im Oktober blicken wir ja besonders auf die Rosenkranzkönigin. In der christlichen Symbolik ist das Thema „König-Königin“ immer verbunden mit dem Gedanken, dass Gott einem Menschen seine besondere Gnade schenkt und ihn am Königsamt seines Sohnes Jesus Christus teilhaben lässt. Jeder getaufte Christ hat Anteil am Königsein Jesu. Die biblischen Bilder vom König und vom guten Hirten sind eng miteinander verbunden. Königsein ist in diesem Zusammenhang nicht in erster Linie eine Ehre, sondern eine Verpflichtung: nämlich zur Sorge, zum Dienst, zum Schutz und zum Einsatz für den Frieden. An Maria, unserem Vorbild im Glauben, können wir das lernen. Mit ihrer nach oben geöffneten rechten Hand zeigt sie, dass sie alles von Gott empfängt. In ihrer Linken trägt sie Jesus und zeigt ihn uns zugleich. Jesus, das Mensch gewordene Wort Gottes, hat die Bibel in seiner linken Hand. Mit der Rechten segnet er. Die Madrider Marienstatue ist ein schöner Ausdruck dafür, welcher Trost uns durch Jesus und Maria geschenkt ist. Wir sind in all unseren Schwierigkeiten nicht alleine, sondern dürfen stets auf die Hilfe Gottes vertrauen und uns der Hilfe Mariens anvertrauen. Wir dürfen uns von Jesus immer wieder ein tröstendes Wort zusprechen lassen – ein Wort, das uns Ruhe, Geborgenheit, aber auch Mut und Zuversicht schenkt. So sind wir Gesegnete und können selber zum Segen für andere werden.

Kalender

  • So
    18
    Feb
    2018

    Gottesdienst am 1. Fastensonntag

    11:00Sankt Johannes Nepomuk am Felsen
  • Mi
    21
    Feb
    2018

    Krabbelgruppe

    09:45Gemeinderaum (Vyšehradská 41)
  • Mi
    21
    Feb
    2018

    Ökumenischer Gesprächskreis

    18:00Evangelischer Gemeinderaum (Na Doubkové 8)
  • So
    25
    Feb
    2018

    Erstkommunion-Vorbereitung

    09:30Gemeinderaum (Vyšehradská 41)
  • So
    25
    Feb
    2018

    Gottesdienst am 2. Fastensonntag

    11:00Sankt Johannes Nepomuk am Felsen

Unsere Aussendungen

Ökumenische Monatsübersicht

 

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