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Geleitwort zum Mai und Pfingsten

Liebe Gemeindeglieder, Gäste, liebe Schwestern und Brüder,

Ende Mai feiern wir das Hohe Pfingstfest: Das Fest des Heiligen Geistes, ein Fest, das leise beginnt und doch die Welt verändert.

Damals saßen die Jünger beieinander, verunsichert und voller Fragen. Die Türen waren verschlossen, die Zukunft unklar. Und mitten hinein in diese Angst geschieht das Unerwartete: Gottes Geist kommt – wie ein Brausen, wie ein Feuer, wie ein Aufbruch.

Die Apostelgeschichte erzählt davon, wie aus ängstlichen Menschen mutige Zeugen wurden. Nicht aus eigener Kraft, sondern durch den Geist Gottes. Vielleicht kennen wir solche Momente auch heute: Situationen, in denen wir uns klein fühlen, unsicher, sprachlos. Die Welt scheint laut, schnell und oft auch beängstigend.

Und doch ist Pfingsten kein Ereignis von damals. Es ist eine Einladung für heute. Gottes Geist will auch uns bewegen, ermutigen, verändern. Ein Hauch von Mitmenschlichkeit, ein Funke Güte. Vielleicht genau dort wirkt Gottes Geist.

Pfingsten geschieht nicht nur im großen Brausen. Es geschieht im Alltag, im Mut zum Guten, im offenen Wort, im aufmerksamen Zuhören. Der Geist Gottes schenkt keine fertigen Antworten. Aber er schenkt die Kraft, neue Wege zu gehen.

So lädt uns Pfingsten ein: Lasst euch bewegen. Lasst euch entzünden. Lasst euch senden. Denn Gottes Geist weht, wo er will – auch heute, auch hier, auch in uns.