Geleitwort zum Oktober
Liebe Gemeindeglieder, Neuzugezogene und Gäste, liebe Schwestern und Brüder,
wir können uns im Leben vieles kaufen. Und vergessen oft, dass in unserem Leben nicht alles käuflich ist: Liebe, Zuwendung oder Glück gibt es weder im Supermarkt noch online. Vieles in unserem Leben ist uns geschenkt, doch bereits so selbstverständlich geworden, dass wir vergessen “Danke” zu sagen. Deshalb feiern wir Erntedank, das Fest, das ans Danken erinnert.
Wir danken an diesem Tag vor allem für die Ernte des Jahres, wir danken all den Menschen, die mit ihren Berufen dafür sorgen, dass wir zu essen haben. Die Trockenheit dieses Sommers verbunden mit großen Einbußen in der Ernte machen deutlich, dass das Wachsen auf Äckern und Bäumen nicht mehr selbstverständlich ist.
Erntedank ist die Gelegenheit, “Danke” zu sagen: Für die Ernte – und für noch viel mehr: Dass wir leben, wurde uns von den Eltern geschenkt, dass Menschen uns lieben und sich uns liebevoll zuwenden, ist uns geschenkt, viele Zeichen von Zuneigung und Freundlichkeit sind uns geschenkt, die Natur, die sich jetzt in ein buntes Herbstgewand kleidet, ist uns geschenkt, dass Gott uns ohne jede Bedingung liebt, uns mit offenen Armen empfängt, ist uns geschenkt.
Nichts von all dem können wir uns kaufen, nichts einfordern – immer sind wir Beschenkte.
In der Unruhe auf dieser Welt und auch in vielen privaten Sorgen ist Erntedank die Erinnerung daran, dass wir in unserem Leben auch Beschenkte sind. Und die Einladung, darüber nachzudenken, wem wir schon lange nicht mehr “Danke” gesagt haben.
Gelungener Start ins neue Schuljahr
Was hat der Schuljahresanfang mit gefalteten Papierbooten zu tun? Pater Jakob erklärte das in seiner Predigt zum ökumenischen Gottesdienst anlässlich des neuen Schuljahres, den wir mit unserer evangelischen Schwestergemeinde feierten: „Ich kann so ein Boot nicht falten, dafür bin ich zu ungeschickt – so, wie es auch manche Fächer gibt, in denen ich nie gut war“, erklärte er den Kindern. Und machte deutlich, dass das Einander-Helfen, das Nach-Hilfe-Fragen und das gegenseitige Erklären ein wichtiger Teil der Schule seien – und nicht nur der Schule. Pater Jakob wird gemeinsam mit der evangelischen Pfarrerin Kristyna Mališková Pilecká in diesem Schuljahr den Religionsunterricht in der Deutschen Schule Prag gestalten. Seit vielen Jahren ist das ein wichtiger Bestandteil der Jugendarbeit in unserer Gemeinde.
Traditionell feiern wir mit der deutschsprachigen evangelischen Gemeinde einen ökumenischen Gottesdienst zum Ende und zum Beginn eines jeden Schuljahres. Diesmal ging es nach dem Gottesdienst weiter: Die evangelische Gemeinde hat zum großen Sommerfest eingeladen.


Herzlich willkommen, Pater Jakob!
Den symbolischen Schlüssel zu unserer Pfarrkirche überreichte Pater Jakub Berka im Auftrag des Erzbischofs: In einem festlichen Gottesdienst wurde Pater Jakob Seitz in sein neues Amt eingeführt. Den Gottesdienst leitete Abt Daniel vom Kloster Strahov.
In seiner Antrittsrede zeichnete Pater Jakob das Bild einer herzlichen Gemeinde – „wenn wir herzlich sind zueinander und zu unseren Gästen, dann ist alles gewonnen.“
Der stellvertretende Pfarrgemeinderatsvorsitzende Reinhard Kaiser begrüßte Pater Jakob im Namen der Gemeinde. „Wir sind eine kleine, bewegliche Gemeinschaft“, sagte er. Neugier, Offenheit und Lust auf Neues zeichne die Gemeinde aus: „Ich hoffe, dass Sie den Satz ‚Das haben wir aber immer schon so gemacht‘ nie hören werden!“
Beim Gottesdienst waren der deutsche Botschafter, der österreichische Gesandte und die Vertreter zahlreicherer Institutionen aus dem deutsch-tschechischen Umfeld dabei und zeigten damit, wie tief verwurzelt die deutschsprachige Pfarrei in Prag ist. Der Chor Franconia Vocalis aus Nürnberg gestaltete den Gottesdienst musikalisch.
Pater Jakob Seitz ist Mitglied der Prämonstratenserabtei Speinshart. Welchen Weg er sich für die Gemeinde in Prag vorstellt, machte er in seiner Rede deutlich: „Ich sehe eine Pfarrgemeinde als Talentschuppen, in dem viele Mitglieder mit vielleicht noch verborgenen Fähigkeiten dabei sind“, sagte er: „Wenn diese Talente alle zum Vorschein kommen, dann rappelt’s!“







Mehr Fotos gibt es wie gewohnt in unserer Bildergalerie hier.
Einladung zur Amtseinführung von Pater Jakob Seitz
Liebe Gemeindemitglieder, liebe Freundinnen und Freunde unserer Pfarrei,
unserer Pfarrei steht dieses Wochenende ein freudiges Ereignis bevor, das wir gern mit Ihnen allen gemeinsam begehen möchten: Wir führen unseren neuen Pfarrer P. Jakob Seitz in
sein Amt ein. Herzliche Einladung zum Festgottesdienst am Sonntag, 6. September 2026 um 11 Uhr mit anschließendem Kirchencafé im Garten unserer Kirche St. Johannes Nepomuk am Felsen. Wir freuen uns auf eine besondere Feier!
Geleitwort zum September
Liebe Gemeindeglieder, Neuzugezogene und Gäste, liebe Schwestern und Brüder,
Der Rhythmus der Ferien klingt noch in uns nach, und für Viele von uns heißt das wieder in den Alltag zurück zu kommen. Manche Kinder machen sich auf den Weg in die Schule. Für einige Kinder ist es der erste Schultag überhaupt und für uns alle fängt mit dem September etwas ganz Neues an.
Der Schulanfang ist immer auch ein kleiner Neuanfang, der neue Herausforderungen mit sich bringt. Vielleicht ist es gut, sich gerade an diesem Übergang von den Ferien zurück zum Alltag und zugleich wohl zu etwas Neuem daran zu erinnern, dass wir unseren Weg nicht allein gehen müssen. Wir sind ja mit Gott unterwegs.
Im Psalm 25, 4-5 lesen wir: „Zeige mir, HERR, deine Wege, lehre mich deine Pfade!
Führe mich in deiner Treue und lehre mich; denn du bist der Gott meines Heils. Auf dich hoffe ich den ganzen Tag.“
Gott kennt unseren Weg, unsere Freude und unsere Unsicherheit. Er ist da, wenn wir mutig vorangehen, und ebenso dann, wenn wir Angst haben oder nicht wissen, wie der nächste Schritt aussehen wird.
Gott verspricht uns nicht, dass jeder Tag einfach sein wird. Aber er verspricht seine Nähe. Wir dürfen darauf vertrauen, dass er jeden Tag mit uns unterwegs ist – durch die großen Veränderungen und durch die kleinen Herausforderungen des Alltags. Seine Wege sind unsere Wege. Einen guten Start in das neue Schuljahr – und Gottes Segen für alle neuen Wege!
Trauer um P. Richard Čemus
Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von P. Prof. Dr. Richard Čemus, der in der Nacht vom 12. auf den 13. August 2026 im Alter von 71 Jahren verstorben ist.
Pater Čemus war unserer Pfarrei über viele Jahre verbunden. Immer wieder feierte er bei uns die Heilige Messe mit und übernahm in früheren Jahren auch Vertretungsgottesdienste. So durften wir ihn als engagierten, gebildeten und geistlich tief verwurzelten Priester erleben.
Wir danken Gott für sein Wirken und für die Begegnungen, die uns mit Pater Čemus geschenkt waren. Möge er nun das Leben in Fülle finden, auf das er als Priester sein ganzes Leben vertraut hat.
Das Requiem findet am Montag, 31. August 2026 um 10:30 h in der St.-Ignatius-Kirche zu Prag statt, anschließend Beisetzung. In unserer Kirche werden wir am Sonntag, 30. August für ihn beten.
Geleitwort und Abschiedsworte zum Sommer
Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, liebe Freunde und Förderer unserer
Gemeinden,
am 30 Juni 1984 wurde ich in der Kathedrale in Dresden zum Priester geweiht;
am folgenden Tag feierte ich die erste Heilige Messe in meiner
Heimatgemeinde „St. Elisabeth von Thüringen“. Mein Primizspruch als
Lebensmotto stammt aus Röm. 12, 12: „Seid fröhlich in der Hoffnung; geduldig
in der Bedrängnis; beharrlich im Gebet.“
„Die Hoffnung richtet unseren Blick nach vorne, die Geduld gibt uns Kraft für
den heutigen Tag, und das Gebet verbindet beides mit Gott. Wer so lebt, bleibt
auch in schwierigen Zeiten innerlich frei und verliert nicht den Mut.“
Am 21. Juni hatten wir eine für mich beeindruckende Verabschiedung mit
Gottesdienst und Empfang. Damit kann ich hochoffiziell in den Ruhestand
gehen. Inoffiziell werde ich jedoch bis Mitte August in Prag bleiben und dann
ins Betreute Wohnen nach Leipzig ziehen.
Mein besonderer Dank gilt unserer Gemeinde „St. Jan Nepomuk“. Ich habe
mich sehr wohl gefühlt. Ich hatte immer jemanden gefunden, wenn ich
schwierige Fragen bzw. schwere Situationen zu bewältigen hatte. In den Räten
der Pfarrei haben wir in der Regel sehr gut zusammengearbeitet. Danken will
ich auch unseren evangelischen Schwestern und Brüdern, den Botschaften und
den deutschsprachigen Institutionen sowie den politischen Stiftungen für die
guten Kontakte. Danke!!
Ich wünsche Euch allen einen erholsamen Urlaub mit vielen erholsamen
Erlebnisse. Wenn Ihr einmal nach Leipzig kommt, meldet Euch. Ich freue mich!
Ich erbitte für uns alle um Gottes Segen und um sein Geleit für unsere Zukunft.
Euer P. Lothar
Mit Fanfaren in den Ruhestand
„Warum sollte immer nur der Pfarrer eine Erinnerung mitnehmen“, fragte der stellvertretende Pfarrgemeinderatsvorsitzende Reinhard Kaiser rhetorisch nach dem Gottesdienst, mit dem Lothar Vierhock offiziell in den Ruhestand verabschiedet wurde. „Wir haben uns gedacht: Machen wir doch uns allen ein Geschenk, um uns an die gemeinsame Zeit zu erinnern.“ Das Ergebnis ein 180-Seiten-Buch, in dem das Leben Lothar Vierhocks kondensiert ist – in Form von Anekdoten, Geschichten und Erinnerungen seiner Weggefährten, Freunde und den Mitgliedern seiner früheren Pfarrgemeinden. Das Kompendium eines bemerkenswerten Priesterlebens.
Mit dem festlichen Gottesdienst in der prallvollen Kirche, feierlicher Musik mit Trompete und Orgel sowie einem Kirchencafé bei strahlendem Sonnenschein endet für Lothar Vierhock zumindest die aktive Zeit als Pfarrer, die 1984 mit der Priesterweihe in Dresden begann, und die ihn über Leipzig, Hongkong und Moskau nun zu uns geführt hatte.
Wir sind froh und dankbar für die drei Jahre mit Lothar Vierhock hier in Prag!
Wer Interesse an einer pdf-Fassung der Festschrift hat, kann sich unter der Pfarrei-Mailadresse kathprag@gmail.com melden.



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Trauer um Johanna Lobkowicz
Eine traurige Nachricht erreicht uns aus München: Johanna Prinzessin Lobkowicz, geb. Gräfin zu Castell-Castell, ist am 14. Juni in München nach langer Krankheit verstorben. Sie wurde 75 Jahre alt.
Johanna Lobkowicz war in unserer Gemeinde ein Mitglied der ersten Stunde und immer aktiv und engagiert beim Gemeindeleben dabei – sei es im Finanzrat, sei es überall dort, wo eine helfende Hand benötigt wurde. Unvergessen ist auch unsere Gemeindewallfahrt im Jahr 2024, als wir bei ihr und ihrer Familie auf Schloss Drahenice zu Gast waren.
Requiem und Beerdigung finden in Tschechien statt. Wer Interesse an einer Teilnahme hat, möge sich bei Pfarrer Lothar Vierhock melden.
Wir gedenken ihrer in Dankbarkeit.
Nacht der Kirchen 2026 – ein voller Erfolg!
Die Nacht der Kirchen am 29. Mai war für unsere Gemeinde ein rundum gelungener Abend: Rund 1000 Besucherinnen und Besucher fanden den Weg in unsere Kirche und erlebten ein abwechslungsreiches Programm aus Musik, Begegnung, Spiritualität und offenen Kirchenräumen.
Auch die Bewirtung wurde hervorragend angenommen: bei Essen und Getränken herrschte den ganzen Abend über reges Miteinander und gute Stimmung.
Ein herzlicher Dank gilt allen Helferinnen und Helfern, die mit großem Einsatz zum Gelingen beigetragen haben, ebenso allen Spenderinnen und Spendern von Speisen und Getränken. Ohne dieses gemeinsame Engagement wäre ein solcher Abend nicht möglich gewesen. Vielen Dank!



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