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Geleitwort zum April und Ostern

Denn ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, nämlich aus dem lebendigen Wort Gottes, das da bleibt. Denn »alles Fleisch ist wie Gras und alle seine Herrlichkeit wie des Grases Blume. Das Gras ist verdorrt und die Blume abgefallen; (1. Petrus 1,23-24).

Zu Ostern hören wir von einer Verwandlung, die wir noch gar nicht fassen können: „Wiedergeboren“ „zu einer lebendigen Hoffnung“ sind wir. Das schreibt der Autor des ersten Petrusbriefes. Vor uns liegt eine andere Form unserer selbst: „unvergänglich“, „unbefleckt“, „unverwelklich“.

Die Schönheit natürlicher Prozesse ist dem Verfall unterworfen. Manche Prozesse sind beeindruckend: das fortschreitende Wachstum in Flora und Fauna. Wir Menschen haben in unserem Leben mehr oder weniger eine gleichbleibende Gestalt, aber Verwandlungen durchlaufen wir doch und schauen in stillen Momenten der Erinnerung zurück und fragen uns: Wer bin ich damals gewesen?

Wir sind jetzt wie schöne Gefäße, die jedoch noch zu etwas anderem, noch viel Schönerem werden. Was soll dieses andere sein? Wir wissen es nicht, und wir wissen es tief im Innern doch: Menschen sollen wir sein, die ohne Angst und ohne Mühsal, ohne Schmerz und ohne Gebrechen, ohne Tränen und ohne Gewalt leben und die Gott unmittelbar erfahren als ihre Lebensquelle. „Seligkeit“ nennt das die Bibel. Unvorstellbar, was da werden soll. Wir können es nicht denken, uns nicht ausmalen – aber wir können uns im Glauben darauf freuen!