Am Karfreitag versammelt sich unsere Gemeinde in Stille vor dem Kreuz, der Altar leer, die Kirche ohne Schmuck. Wir gedenken in der Passionslesung des Leidens und Sterbens Jesu Christi, der aus Liebe zu den Menschen den Weg bis ans Kreuz gegangen ist. Im Kreuz erkennen wir nicht nur das Zeichen des Leidens, sondern auch das Zeichen der Hoffnung: Gottes Liebe ist stärker als Schuld, Angst und Tod.
Der geöffnete, leere Tabernakel am Hochaltar erinnert an die Tiefe dieses Tages. Christus ist den Weg des Leidens gegangen, er hat sich ganz hingegeben. Die Kirche verharrt in Stille und Erwartung: im Vertrauen darauf, dass Gott auch in der Dunkelheit gegenwärtig ist.
So bleiben wir im Gebet verbunden und schauen auf das Kreuz, das uns durch die Trauer dieses Tages hindurch schon auf das Licht von Ostern hinweist.
