Gründonnerstag
Am Gründonnerstag laden wir um 18:30 Uhr herzlich zur Feier des letzten Abendmahls ein. In dieser Eucharistie erinnern wir uns daran, dass Jesus Christus sich in Brot und Wein schenkt und seine bleibende Gegenwart in unserer Gemeinschaft verheißt. Zugleich denken wir an die Fußwaschung, durch die Jesus uns den Auftrag zur Liebe und zum Dienst am Nächsten gegeben hat.
Im Anschluss an die Messe sind alle zur Agape im Garten eingeladen: einer einfachen gemeinsamen Mahlzeit, die an die Tischgemeinschaft Jesu mit seinen Jüngern erinnert und die Verbundenheit in unserer Gemeinde stärkt. Danach halten wir bei der Ölbergwache inne: In Stille und Gebet begleiten wir Jesus in seiner Stunde der Angst im Garten Getsemani und vertrauen ihm unsere Sorgen und Bitten an.

Palmsonntag in unserer Pfarrei
Mit einer feierlichen Prozession haben wir in unserer Pfarrei den Palmsonntag begangen und damit die Karwoche eröffnet. Mit bunt geschmückten Palmbuschen und Zweigen versammelten sich Kinder, Familien und Gemeindemitglieder, um an den Einzug Jesu in Jerusalem zu erinnern. Die farbenfrohen Bänder an den Zweigen brachten die Freude über die Nähe Gottes zum Ausdruck, ein Hosianna-Ruf, der jedoch auch schnell verhallen wird. So beginnt die Heilige Woche mit einem Zeichen der Hoffnung: Christus kommt zu den Menschen, auch heute. Möge uns sein Weg durch die Karwoche begleiten und unsere Herzen öffnen für die Freude von Ostern. Wir laden herzlich ein, auch die kommenden Gottesdienste gemeinsam mitzufeiern.




Geleitwort zum April und Ostern
Denn ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, nämlich aus dem lebendigen Wort Gottes, das da bleibt. Denn »alles Fleisch ist wie Gras und alle seine Herrlichkeit wie des Grases Blume. Das Gras ist verdorrt und die Blume abgefallen; (1. Petrus 1,23-24).
Zu Ostern hören wir von einer Verwandlung, die wir noch gar nicht fassen können: „Wiedergeboren“ „zu einer lebendigen Hoffnung“ sind wir. Das schreibt der Autor des ersten Petrusbriefes. Vor uns liegt eine andere Form unserer selbst: „unvergänglich“, „unbefleckt“, „unverwelklich“.
Die Schönheit natürlicher Prozesse ist dem Verfall unterworfen. Manche Prozesse sind beeindruckend: das fortschreitende Wachstum in Flora und Fauna. Wir Menschen haben in unserem Leben mehr oder weniger eine gleichbleibende Gestalt, aber Verwandlungen durchlaufen wir doch und schauen in stillen Momenten der Erinnerung zurück und fragen uns: Wer bin ich damals gewesen?
Wir sind jetzt wie schöne Gefäße, die jedoch noch zu etwas anderem, noch viel Schönerem werden. Was soll dieses andere sein? Wir wissen es nicht, und wir wissen es tief im Innern doch: Menschen sollen wir sein, die ohne Angst und ohne Mühsal, ohne Schmerz und ohne Gebrechen, ohne Tränen und ohne Gewalt leben und die Gott unmittelbar erfahren als ihre Lebensquelle. „Seligkeit“ nennt das die Bibel. Unvorstellbar, was da werden soll. Wir können es nicht denken, uns nicht ausmalen – aber wir können uns im Glauben darauf freuen!
Gottesdienste zu Ostern
Zu den Feiern der Kar- und Ostertage sind alle Gemeindemitglieder sowie Gäste herzlich eingeladen. Wir freuen uns, diese zentralen Tage unseres Glaubens gemeinsam in der Liturgie zu begehen.
29.03. 11.00 Uhr Palmsonntag mit Prozession – Zweige und Palmbüsche zur Segnung gerne mitbringen
02.04. 18.30 Uhr Heilige Messe am Gründonnerstag mit Agape und Ölbergwache
03.04. 14.30 Uhr Kreuzweg und Karfreitagsliturgie Treffpunkt: St. Ignatz am Karlsplatz
04.04. 20.00 Uhr Feier der Heiligen Osternacht mit Osterfeuer
05.04. 11.00 Uhr Hochamt am Ostersonntag mit Speisenweihe
06.04. 11.00 Uhr Hochamt am Ostermontag
Johannes Nepomuk ist heimgekehrt
Mit großer Freude ist die barocke Holzstatue des heiligen Johannes Nepomuk von Jan Brokoff (1682) nach Restaurierung und Ausstellungszeit wieder in unsere Kirche St. Johannes Nepomuk am Felsen zurückgekehrt. Über viele Generationen hinweg hat sie unseren Hochaltar geprägt und ist ein sichtbares Zeichen unseres Glaubens und unserer Geschichte.
Nun hat der Heilige seinen Platz wieder eingenommen: als geistlicher Mittelpunkt und als wertvolles Zeugnis barocker Kunst.
Ganz zu sehen sein wird die Statue allerdings erst zu Ostern. Derzeit prägt noch die Fasteninstallation von Frau Pauli den Altarraum und lädt in diesen Wochen zur stillen Betrachtung und Besinnung ein.



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Kehrt um! Aschermittwoch und Fastenzeit
Mit dem Aschermittwoch beginnt die vierzigtägige Fastenzeit. Sie soll eine Zeit der Besinnung, der Umkehr und der neuen Ausrichtung auf Gott sein. Das Aschenkreuz, das uns auf die Stirn gezeichnet wird, erinnert an unsere Vergänglichkeit, aber zugleich an Gottes barmherzige Nähe.
„Kehrt um und glaubt an das Evangelium!“ Dieser Ruf ist keine Drohung, sondern eine Einladung. Eine Einladung, innezuhalten, Ballast loszulassen und neu zu entdecken, was wirklich trägt.
Die Fastenzeit will uns helfen, bewusster zu leben: achtsamer mit uns selbst, mit unseren Mitmenschen und mit Gott. Vielleicht ist es der richtige Moment, einen neuen Anfang zu wagen: im Gebet, im Verzicht, in einer guten Tat.
Wir laden herzlich ein zu unseren Gottesdiensten und den Angeboten in der kommenden Fastenzeit. Möge dieser Weg uns erneuern und stärken.

Geleitwort zum Februar
Die Epiphanias-Zeit klingt nach, aber das Licht dieses Festes – der Offenbarung Gottes – erlischt nicht. Dieses Licht trägt unsere Schritte bis in die Fastenzeit hinein. Durch dieses Licht sind wir eingeladen, uns auf den Weg zu machen. Die Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch und führt uns 40 Tage lang durch eine bewusste Zeit der Besinnung. Dieser 40 Tage umfassende Zeitraum ist wie eine Einladung, tiefer zu gehen, Ballast loszulassen und Raum für Neues zu schaffen. Wohl auch Zeit für eine Begegnung, ein Gespräch, Schweigen. Es ist die Zeit der Klärung. Die Fastenzeit ist nicht das Ziel, sondern der Weg, auf dem wir mehr Bewusstsein für das entwickeln, was uns trägt. Dabei sollte jeder bedenken: ich bin auf dem Weg nicht allein. Kein Mensch lebt für sich allein. Wir leben mit der Hilfe durch andere, wir brauchen ein Gegenüber. Darin sind wir uns gleich. Wir sind miteinander verbunden. Vielleicht ist es hilfreich, die eigene Verbundenheit mit anderen Menschen in einer Skizze darzustellen:
Mit wem stehe ich in Verbindung?
Wer hilft mir, mein Leben zu leben?
Wem bin ich eine Hilfe?
Wo spüre ich Verbundenheit, Resonanz?
Sternsinger on Tour
Auch in diesem Jahr waren unsere Sternsinger wieder in den Familien der Pfarrei und auf den deutschsprachigen Botschaften, sowie der Bayerischen Repräsentanz unterwegs. Vielen herzlichen Dank allen, die uns aufgenommen haben! Der wichtigste Besuch galt selbstverständlich dem neugeborenen Jesuskind in der Sonntagsmesse. Danke an alle Kinder, Fahrer, Organisatoren und allen, die großzügig gespendet haben. Durch Ihre Hilfe konnten wir über 58.000 CZK für Notleidende und Arme spenden.






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Geleitwort für den Januar
Liebe Gemeindeglieder und Gäste, liebe Schwestern und Brüder,
der Januar öffnet das neue Jahr. Er liegt noch im Licht von Weihnachten und zugleich schon im Alltag, der uns wieder einholt. Dazwischen beginnt unser Weg: mit Hoffnungen, mit Fragen, mit Erwartungen und vielleicht auch mit Unsicherheiten. Doch eines dürfen wir mitnehmen aus den Weihnachten: Gott ist gekommen, und er bleibt bei uns.
Das neue Jahr steht unter einem Zeichen, das uns seit Weihnachten begleitet: dem Licht. Die Weihnachtsgeschichte endet nicht an der Krippe, sondern führt uns hinaus in die Welt. Die Weisen aus dem Morgenland folgen einem Stern. Er gibt Orientierung, er zeigt Richtung, er bleibt sichtbar, auch wenn der Weg lang ist. So wird der Stern zum Bild für Gottes Begleitung in unserem Leben.
In diesen Tagen ziehen die Sternsinger von Haus zu Haus. Sie bringen den Segen für das neue Jahr und erinnern uns daran, dass Gottes Nähe nicht abstrakt bleibt. Sie kommen zu uns an die Türen. Der Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ spricht davon, dass Gott mitten im Alltag wohnen will. Nicht nur an Festtagen, sondern an jedem neuen Morgen.
Der Januar ist ein Monat des Neubeginns. Wir blicken nach vorne, fassen Vorsätze, wünschen uns Frieden, Gesundheit und Zuversicht. Gleichzeitig wissen wir: Nicht alles liegt in unserer Hand. Umso wichtiger ist die Hoffnung, die uns trägt. Diese Hoffnung gründet nicht auf Perfektion, sondern auf Vertrauen.
Gott geht mit. Er kennt unsere Wege, auch die ungewissen. So lädt uns dieser Monat ein, das neue Jahr bewusst unter Gottes Segen zu stellen. Vielleicht mit einem stillen Gebet. Vielleicht mit dem Mut, neu anzufangen. Vielleicht mit der Bereitschaft, selbst ein kleines Licht zu sein für andere, für unsere Gemeinschaft, für diese Welt. Hoffnung wächst dort, wo Menschen einander sehen, hören und stärken.
Unsere Gemeinden bleiben auch im neuen Jahr Orte des Glaubens, der Begegnung und der Hoffnung. Gemeinsam wollen wir unterwegs sein, getragen von Gottes Zusage, dass er uns nicht verlässt.
Ein gesegnetes, hoffnungsvolles neues Jahr!



